2021-10-08

Bundestagswahl 2021 in Thüringen - wo sind die Nazis?

Entgegen aller Unkenrufe ist der AfD der Wiedereinzug in den Bundestag mit einem zweistelligen Ergebnis gelungen. Nun weiß jeder: die AfD ist gekommen, um zu bleiben.
Leider erfüllen unsere zwangsfinanzierten Staatsmedien seit langem nicht mehr ihren Hauptauftrag zur objektiven Informationsvermittlung, stattdessen wird Meinungsmache betrieben.
Um zu zeigen wie kritischer Journalismus geht, hat mir mein Schweizer Freund Urs wieder einmal einen Artikel aus der “Weltwoche” zugesandt.
Den folgenden Lesestoff werde ich insbesondere einigen meiner westdeutschen Verwandten empfehlen, die nach wie vor davon fest überzeugt sind, dass hier im Osten auch noch ein ganz spezieller böser “Virus” grassiert.

Wo die AfD eine Volkspartei ist

Jeder vierte Thüringer hat bei der Bundestagswahl die Alternative für Deutschland
gewählt. Sind die Einwohner wirklich «immer rechtsradikaler», wie die Medien
behaupten?

Rudolstadt

Erfurt, Hauptbahnhof», ertönt die Zugdurchsage. Noch vor dem Aussteigen rechnen wir
mit dem Schlimmsten. Nur zwei Fahrstunden südlich von Berlin entfernt, befinden wir
uns jetzt im «radikalisierten Teil Deutschlands» – «immer rechtsradikaler,
ausländerfeindlicher, rassistischer». So schreiben es zumindest deutsche Zeitungen.

Wer die Berichte liest, könnte meinen, in Thüringen lebten mehr Nazis als Normalbürger –
oder jedenfalls 24 Prozent der Bevölkerung: So viele wählten die Alternative für
Deutschland (AfD), neuerdings die stärkste Kraft in Thüringen, eine Volkspartei.
Nur interessiert diese Tatsache niemanden: Die Medien schweigen den Grosserfolg tot. 

Die Partei, deren Namen man sich kaum zu nennen traut, wird mit Nazis und
Verschwörungstheoretikern in Verbindung gebracht – wenn überhaupt. Warum aber
wählen so viele Thüringer diese angeblich rechtsextreme Partei? Und: Was für Köpfe
führen die AfD, die Deutschland an den Rand der Verzweiflung treibt?
Um es vorwegzunehmen: Auf unserer Reise durch Thüringen finden wir keine Nazis –
zumindest keine erkennbaren. Die Erfurter Altstadt erstrahlt wolkenfrei, die Menschen
fahren Fahrrad, manche tragen Bio-Gemüse in Jutesäcken und ein Lächeln im Gesicht.

Über Weimar und Jena nach Gera

«Nazis? Da müssen Sie lange suchen», sagt ein Bauarbeiter und lacht. Eher treffe man auf
Arbeitslose, eines der Hauptprobleme hier. In Erfurt, 213 000 Einwohner, finden 6,2
Prozent keinen Job. Er habe Glück, sei nicht betroffen, sagt der Mann. Ihn treffe aber die
stetige Teuerung, Benzinpreiserhöhungen etwa. «An der Tanke traf mich wieder einmal
fast der Schlag.»
Geradeheraus erklärt er, die AfD gewählt zu haben – wie viele in seinem Umfeld. Die
Übrigen hielten der SPD die Stange – mit 25 Prozent Erfurts stärkste Partei. Er verfolge die
Politik aber kaum. «Was soll’s?»

Weniger gleichgültig reden zwei Frauen im Café wenige Schritte weiter. Ein Mann, der am
Arm ein Regenbogenband trägt, serviert Tee, während die Studentinnen über die Politik
wettern, vor allem gegen die CDU, die Partei ihrer Eltern. Beide wählten AfD. «Klar kann
ich das sagen», erklärt die eine. Die andere sagt: «Was in Berlin entschieden wird, geht
mich alles nichts an.» Wichtig sei ihr, nicht ständig für alles mehr bezahlen zu müssen.
In Thüringen wird entspannt über die AfD gesprochen, ganz anders als in Berlin. Das
bestätigt sich auf der weiteren Reise. Über Weimar und Jena gelangen wir mit dem Zug
nach Gera, wo die Arbeitslosigkeit 8 Prozent beträgt. Bei den Jugendlichen ist sie noch
höher. Fast jeder Dritte setzte hier das Kreuz bei der AfD.

Nicht so das Rentnerpaar, das auf einer Parkbank vor dem Bahnhof sitzt. Beide stehen treu
zur SPD, seit es die SED, die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, nicht mehr gibt.
«Aus Tradition», wie der ehemalige Textilarbeiter erklärt. Auch er ist unzufrieden mit der
Politik. Wenn er im Stadtzentrum Tram fahre, komme es ihm vor wie in der «Syrischen
Bundesrepublik Deutschland», erzählt der SPD-Wähler. Der Ausländeranteil in Gera
beträgt 7 Prozent, im Zentrum ist er doppelt so hoch. Die AfD-Positionen bezeichnet der
Thüringer als «vernünftig», «nicht verwerflich».
Weiter nach Saalfeld, südwestlich von Gera, und von dort nach Rudolstadt. Wen auch
immer wir unterwegs fragen: Niemand findet die AfD gefährlich, bedrohlich. Die beiden
Unternehmer, denen wir in Rudolstadt begegnen, sprechen von einem «Korsett an Regeln»,
das sie einenge. Es gelte, sich davon zu befreien.

Kein Eiferer, kein Extremist

Es ist diese freiheitliche Eigenart, die Thüringern anhaftet – im positiven Sinn. Die
einstigen Fürsten- und Herzogtümer, die das heutige Bundesland bilden, gehörten nie zu
Preussen. Später zählte Thüringen zur DDR. Als 1989 die Revolution gegen das SED-Regime
startete, war das sächsische Leipzig das Zentrum des Widerstandes – und Thüringen stand
ihm nicht nach.

Thüringen, so erklärt es Michael Kaufmann, habe immer Wert auf seine Unabhängigkeit
gelegt. «Man kann heute von einem Widerstand 2.0 sprechen», fügt der AfD-Politiker an
und nippt an seinem Weisswein.
Wir sitzen in einem Restaurant in Rudolstadt, das zum Wahlkreis Kaufmanns gehört. Der
Vizepräsident des Thüringer Landtags wurde mit 29,3 Prozent zum
Bundestagsabgeordneten gewählt. Sein Vorsprung auf die Konkurrenz von SPD und CDU
betrug zehn Prozentpunkte.
Kaufmann ist ein «AfD-Urgestein», wie er sagt, seit 2013 dabei, weil ihn die Euro-Rettungspolitik der FDP ärgerte. 
Im März 2015 war er Mitunterzeichner der Erfurter Resolution. Die Urkunde galt später als Konstitution des sogenannten Flügels,
der vom Bundesverfassungsschutz als tendenziell «rechtsextrem» gebrandmarkt wird. 
Kaufmann, seelenruhig: «Den Flügel gibt es nicht mehr, da war aber auch nichts anstössig.»

Er ist Professor für Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik an einer Hochschule,
zweifacher Vater und versprüht einen gewissen Reihenhaus-Charme. Das heisst, er wirkt
wie ein freundlicher Nachbar. Er ist der Typ Kumpel, der lieber lacht, als dass er jemanden
zum Lachen bringt – kein Eiferer, kein Extremist.
Auf die Probleme Deutschlands angesprochen, nennt Kaufmann die Stromversorgung. Die
Energiewende sei ein «Fehlweg». Ähnlich sanft spricht er über das «Hauptproblem unserer
Zeit», die «Ideologisierung». Man rede sich die Welt schön. Kanzlerin Angela Merkel – die
Lieblingsgegnerin der AfD – lobt er für ihr «politisches Geschick». Klingt so ein verrückter
Rechter?

Manche Gegner sehen es offenbar so. Sein Büro in Saalfeld wurde mehrfach beschädigt
und beschmiert. Beruflich seien ihm bisher – «zum Glück» – keine Nachteile widerfahren,
«das technische Umfeld ist nicht so politisiert». In seinem Freundeskreis habe sich
allerdings die Spreu vom Weizen getrennt. Es seien aber auch Bekanntschaften
hinzugekommen.
Dazu gehört Björn Höcke, der Fraktionschef der AfD Thüringen und verteufeltster Politiker
Deutschlands. Er kenne Höcke seit der AfD-Anfangszeit. Dieser sei ein umgänglicher,
ruhiger Mensch, kein Entertainer, aber durchaus witzig. «Er ist ganz anders, als man bei
den Reden den Eindruck hat.»
Kaufmann ist nicht mit allen Aktionen Höckes einverstanden. Er attestiert ihm eine
gewisse Nationalromantik, Höcke könne schwärmerisch über die Heimat reden. «Was ich
aber sagen kann – er ist sicher kein Nazi.» Im Gegenteil: Er schätze bei Höcke vor allem,
wie er als Fraktionsvorsitzender auftrete – «völlig demokratisch». In keiner Art und Weise
sei er ein Diktator.

Lädiert von einer schweren Erkältung, meldet sich Höcke am Telefon. Ihn freue, dass sich
die Menschen in Thüringen nicht von den schlechten Berichten verunsichern liessen. Auf
die Wahl schiele er mit einem lachenden und einem weinenden Auge. «Die Ära Merkel
setzt sich mit anderem Namen fort, die kostspieligen Ideologieprojekte bleiben, die
Preiserhöhungen kommen – das wird schmerzhaft.» Immerhin: In Thüringen sieht er
einen «Leuchtturm der Freiheit». Den Erfolg begründet er unter anderem mit einer
Thüringer Grundhaltung: Die Menschen hier reagierten sensibel auf Machtmissbrauch
und seien heimatliebend.

Erinnerungen an die DDR

Die DDR-Erfahrungen seien bis heute präsent: Alles, was damals als positiv erachtet
worden sei – «innere und soziale Sicherheit, die belastbare Vertrauenskultur, intakte
Nahverhältnisse» –, komme gerade unter die Räder. Und alles, was nicht erwünscht
gewesen sei – «Überwachung, Zensur, Parteieneinfalt, das unterschiedliche Reden in der
Öffentlichkeit und privat» – sei dreissig Jahre nach dem Ende der DDR Realität.
Dass ihm vorgeworfen werde, einen «Führerstaat» aufbauen zu wollen, hält er für absurd.
«Der Landesverband steht idealtypisch für eine partizipative Führungskultur.» Davon
könnten sich die Altparteien eine Scheibe abschneiden. Zudem verweist er auf Franz Josef
Strauss von der CSU: «Was wir sagen, hätte er vor vierzig Jahren noch viel deutlicher
ausgedrückt.» Trotzdem kursierten Todeslisten mit den Namen führender AfD-Politiker.
Wie lange hält ein Mensch solche Anfeindungen aus – vor allem, wenn zusätzlich der
Gegenwind in der Partei zunimmt?

Höcke wollte sich zu Fragen zu seiner Person nicht äussern. Die Partei stehe im
Vordergrund. Die AfD sei an einem Scheideweg – sie dürfe nicht «anschlussfähiger» an die
etablierten Kräfte werden. «Unsere Inhalte sind gut. Der Anspruch muss bleiben, Politik
für das Volk, das Vaterland und die eigenen Kinder zu machen.»
Klingt so das personifizierte Böse? Nein.
Nach den Treffen und Gesprächen im Freistaat Thüringen beschleicht einen das Gefühl, in
der deutschen Politik und Medienlandschaft laufe etwas grundlegend schief. Die Debatte
über Nazis und Rechtsextreme ist überdreht und hysterisch. Wer glaubt, jeder vierte
Thüringer laufe einer Führerpartei hinterher, sollte dringend einmal den Freistaat besuchen.

Roman Zeller  6.10.21

Admin - 10:08:46 @ Politik | Kommentar hinzufügen

2021-09-08

Deutschlands Verlogenheit im Umgang mit dem Terror von Paris

Für Frankreich sind die Anschläge in Paris vom 13. November 2015 das, was der 11. September 2001 für die USA ist. Der Tag, an dem das Land schutzlos angegriffen wurde, an dem seine Bürger zum Opfer von perfider, krasser Gewalt wurden. 

Der Horror von Paris müsste auch für Deutschland ein 11. September sein. Schließlich ist die im Schengen-Raum verbundene EU kollektiv für ihren Grenzschutz und damit für den Schutz von äußeren Bedrohungen verantwortlich. Aber im Herbst 2015 war dieser – schon vorher weltweit einmalig schwache Grenzschutz – bekanntlich völlig außer Kraft.

Ohne diesen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Alleingang herbeigeführten Zustand fehlender Kontrolle – das kann man aufgrund der Ermittlungen heute sehr begründet sagen – wäre der bestialische Massenmord im Herzen Europas nicht möglich gewesen. Fast alle Täter nutzten die chaotischen Zustände der Flüchtlingskrise, um in die EU zu kommen. Das oft vorgebrachte Argument, der Großteil der Attentäter sei in Frankreich oder Belgien geboren, greift nicht.

Auch diese Menschen hätten niemals unbehelligt Europas Grenzen passieren dürfen. Sie waren mehrheitlich in den Nahen Osten in die Gebiete des Islamischen Staates (IS) gereist – und reisten teils bewusst ohne ihre polizeibekannten EU-Pässe zurück nach Europa. Die Balkanroute war die logistische Lebensader der Operation.

Alle verstanden, dass der Terror von Paris der gesamten freien Welt galt. Auch in Deutschland wurde hunderttausendfach in den sozialen Netzwerken das Motto „Je suis Paris“ – „Ich bin Paris“ – geteilt. „Wir weinen mit Ihnen“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu ihrem damaligen Amtskollegen François Hollande und reiste zur großen Gedenkdemonstration nach Paris.

Aber in Deutschland taten Merkel, ihre Getreuen und die medialen Hilfstruppen alles, um jeden Zusammenhang zwischen den offenen Grenzen und den Anschlägen zu verneinen. 
Das Kernargument: Hier einen Nexus herzustellen, stelle Flüchtlinge „unter Generalverdacht“. Ähnlich stichhaltig wäre das Argument, die Polizei abzuschaffen, weil man ansonsten alle Bürger unter Generalverdacht stellt. Angela Merkel hielt an ihrer Politik fest, sekundiert unter anderem vom heutigen Unionskanzlerkandidaten Armin Laschet.

Der wand sich in einem langen Interview kunstvoll und sagte, ihm leuchte nicht ein, was der Anschlag von IS-Terroristen auf Menschen in Paris damit zu tun hat, „dass wir Menschen, die vor genau diesem IS geflohen sind, in Deutschland Schutz geben“. Er stritt ab, dass die offene Balkanroute etwas mit den Anschlägen zu tun habe, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch kaum Erkenntnisse vorlagen. Frankreichs Präsident aber hatte genug gehört. Er wollte sich nicht mehr auf den von Angela Merkel ausgehebelten europäischen Grenzschutz verlassen. Frankreich schloss seine nationalen Außengrenzen.

Heute beginnt in Paris der Prozess gegen die überlebenden Attentäter von Paris. Dass ausgerechnet an diesem Tag Armin Laschet zu Besuch bei Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kommt, ist eine bittere Ironie, die leider meist übersehen wird.

Klaus Geiger

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Passend zu Klaus Geigers Artikel dieser Song von Heinz Rudolf Kunze:

Willkommen liebe Mörder

Ist es jeder Vierte
ist es jeder Dritte
aber sie sind hier
ganz in unsrer Mitte
jeder kann es sein
keinem kann man trauen
manchmal sind es Männer
ab und zu auch Frauen.

Sie wollen uns zerstören
sie wollen uns vernichten
nichts wird sie dazu bringen
darauf zu verzichten
wir möchten das verdrängen
und einfach ignorieren
uns weiter davor drücken
den großen Kampf zu führen.

Willkommen liebe Mörder
fühlt euch wie zuhause
bedient euch macht es euch bequem
kurze Atempause
nichts nehmen wir euch übel
Empörung nicht die Spur
ihr habt halt eine andere
Umbringekultur.

Jeder sieht es kommen
die Bedrohung steigen
jeder ist beklommen
keiner will es zeigen
lasst uns das vertuschen
nicht darüber reden
alle gegen alle
jeder gegen jeden.

Sie pflegen fremde Bräuche
so lautet das Gerücht
Genaueres weiß keiner denn
man erkennt sie nicht
und wenn sie unter sich sind
dann lachen sie uns aus
nie würden sie behaupten
mein Haus ist euer Haus.

Willkommen liebe Mörder
wir sind so tolerant
die Dunkelheit bricht bald herein
über dieses Land
wir reichen euch die Kerzen
damit ihr besser seht
und euch das nächste Opfer nicht
durch die Lappen geht.

Willkommen liebe Mörder
ein viel zu hartes Wort
wir haben doch Verständnis
ihr nennt das nicht mal Mord
ihr tut’s aus Überzeugung
und wenn man’s überlegt
wir sind so schlaff und müde wir
gehören weggefegt.

Admin - 11:13:53 | Kommentar hinzufügen

2021-06-28

Würzburg - die unfassbare Heuchelei

Eigentlich wollte ich zu dem furchtbaren Geschehen vom 25.6.21 in Würzburg einen eigenen Beitrag verfassen, aber dann fand ich im Facebook-Politikforum “Wir lassen uns nicht abschaffen” das folgende Posting eines anonymen Autors A.F. mit Tausenden von Likes:

Guten Morgen zusammen, 
erinnert Ihr Euch noch was letztes Jahr hier auf den Straßen wegen George Floyd los war?
Massendemonstrationen, Randale in unseren Straßen, bestürzte Politiker, die ihre Solidarität mit Floyd bekundeten. 
Die deutsche Polizei wird mit hineingezogen und unter Generalverdacht gestellt.
Der Profifußball und die Formel 1 werden politisiert. Sportler rutschen noch heute auf den Knien herum. 
Jene, die sich verweigerten vor einem Kriminellen niederzuknien, wurden an den Pranger gestellt.

Jetzt, nachdem ein gezielter Angriff auf Frauen stattgefunden hat, den drei Frauen mit ihrem Leben bezahlt haben und weitere Frauen schwer verletzt wurden, schweigen jene Möchtegern-Weltverbesserer. Warum?
Weil der Täter gleich mehrere Eigenschaften besitzt, die in diesem Land der Doppelmoralisten als besonders schützenswert gelten:
Er ist Schwarz, er ist Moslem und er ist ein “Flüchtling”.

Auf Twitter liest man die abartigsten Relativierungen dieser Tat. Die meisten Politiker schweigen. Kritiker werden als “brauner Sumpf” betitelt. Zu mir meinte einer, es sei schade, dass ich nicht in Würzburg unter den Opfern bin.
Der Bürgermeister von Würzburg warnt vor Verallgemeinerungen, die ÖR lügen bezüglich des Motivs, Merkel ist abgetaucht und der Regierungssprecher redet von einem Amoklauf.

Auch die Vergleiche mit Halle und Hanau zeigen die unterschiedliche Wertigkeit der Tat und vor allem der Opfer.
Das Leben von Frauen hat für diese Möchtegern-Weltverbesserer  ab dem Moment keinen Stellenwert mehr, wenn es nicht zur eigenen Agenda passt.

Ich weiß nicht ob es einen Weg zurück gibt aus dieser absoluten Verlogenheit.
Man muss sich nur mal vorstellen was passiert wäre, hätte ein Deutscher drei schwarze Frauen getötet und mehrere verletzt.

Wie kann  es sein, dass viele Menschen ihr eigenes Land und ihre Landsleute derart hassen und die Politik diesen selbstzerstörerischen Weg ebenfalls beschreitet? Das werde ich niemals verstehen und schon gar nicht akzeptieren.
A.F.

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Über die letzte Frage von A.F. habe ich mit einem Psychologen diskutiert. Er klärte mich auf und sagte, dass dieses irrationale Verhalten sehr vieler unserer Landsleute ein Ergebnis der Massenmedien sei, die - anstatt strikt ihren objektiven Informationsauftrag zu erfüllen - fast ausschließlich die Regierungspolitik transportieren. Wer aber ständig nur ARD/ZDF und die systemtreue Tagespresse konsumiert, bei dem wandert die dort veröffentlichte Meinung völlig unbemerkt in’s Unterbewusstsein und er hört allmählich auf zu hinterfragen und merkt nicht, dass er gar keine eigene Meinung mehr hat.
Und was die meisten nicht wissen: das Unterbewusstsein schützt das Gehirn vor Meinungsänderung. 
Deshalb ist es meist sinnlos, trotz erdrückender Fakten mit einem Menschen zu diskutieren, der eine derart gefestigte “Meinung” hat, Argumente prallen ab, man hört überhaupt nicht zu.
Beispiele dafür habe ich selbst im engeren Familienkreis erlebt.
W.D.

PS.: Unter dem Schlagzeilchen “Mann tötet mehrere Menschen” hat es dieses abscheuliche Verbrechen immerhin auf die Randspalte der dritten Seite der SPD-dominierten Leipziger Volkszeitung geschafft. Einen Tag später versuchte der “Journalist” Jan Sternberg unter der Überschrift “Wasser auf die Mühlen ihrer Politik” Zusammenhänge zur AfD herzustellen. Einfach nur noch widerlich. 

Admin - 08:40:17 @ Politik | 1 Kommentar

2020-04-03

So sieht Pressefreiheit in in Deutschland aus - warum werden unliebsame Meinungen unterdrückt?

Mein Schweizer Freund Urs hat mir eben diese Anzeige von Dr. Gauland geschickt, die in der Schweizer “Weltwoche” auf einer ganzen Seite zu sehen ist. In Deutschland hingegen wurde die Veröffentlichung von allen führenden Tageszeitungen abgelehnt!
Für mich ist das ein weiterer Beweis dafür, dass unsere Mainstream-Medien schon längst nicht mehr unabhängig berichten wollen oder können, d.h., einer politischen Zensur unterliegen, was mich in fataler Weise an meine DDR-Vergangenheit erinnert.
Zumindest auf meiner privaten Homepage möchte ich deshalb von der m.E. größten Errungenschaft der deutschen Wiedervereinigung Gebrauch machen - meinem Recht auf freie Meinungsäußerung.
Lesen Sie deshalb hier die Anzeige von Dr.Gauland (er war 35Jahre CDU-Mitglied!) im vollen Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in diesen Tagen spüren wir alle, dass es kostbare Dinge gibt, die wir allzu oft für selbstverständlich erachten. 
Sei es die Fürsorge innerhalb der Familie, sei es der Dienst der Krankenschwester in der Klinik, sei es der Zusammenhalt der Gesellschaft.
Wir alle können etwas lernen aus diesen Wochen. Etwas Demut und Dankbarkeit.

Dankbarkeit für die Verantwortung, die unsere Nächsten übernehmen.
Demut vor den Mühen und Leistungen derer, die vor uns waren.
Sie sollten uns Hoffnung machen, aus dieser Krise gestärkt hervorzugehen.
Als Einzelne. Als Familie. Als Nation.

Manche behaupten, unsere Gesellschaft sei so gespalten wie nie zuvor.
Ich will das nicht glauben. Ja, natürlich gibt es Streit, gibt es verschiedene Vorstellungen von der Zukunft Deutschlands.
Aber das hat es immer gegeben. Was neu ist, ist der Versuch, das Argument des politischen Gegners als unmoralisch zu brandmarken.
Das vergiftet den Streit. Vergiftet die Beziehungen. Zu Freunden, Familienmitgliedern, Nachbarn.
Es tut mir sehr leid, aber das können wir nicht zulassen. Wir nicht. Und Sie auch nicht.

Ich werde heute in manchen Talkshows als “Faschist” bezeichnet. Meine Mitstreiter als Wiedergänger der Nazis.
Wissen Sie, ich kann das ab: mein Fell ist im Laufe der Jahre ziemlich dick geworden.
Aber glauben Sie mir, für jeden einzelnen Anhänger ist diese tägliche Ausgrenzung aus der Gesellschaft eine große Last.
Viele ostdeutsche Landsleute erinnert dieser Zustand immer mehr an sehr dunkle Stunden unserer Geschichte.

Nein, wir sind kein “Krebsgeschwür”. Wir sind kein “Pack”.
Wir sind Bürger wie Sie. Freie Bürger, die sich in echter Sorge um das von unseren Vorvätern Ererbte zusammengefunden haben.
Zu diesem Erbe gehört das Grundgesetz. Die beste Verfassung die wir Deutschen je hatten.
Deren Inhalt und Geist wir jeden Tag gerecht werden müssen.

Nein, nicht der Streit ist die Gefahr für unsere Verfassung, für die pluralistische Demokratie und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die Gefahr sind selbsternannte “Demokraten”, die die Opposition verstummen lassen wollen.
Indem sie laut schreien: “Wir sind mehr!”.
Das mag ja sogar so sein. Aber auch eine Minderheit hat in der Demokratie das Recht, gehört zu werden.
Dafür kämpfen wir.
Für Sie. Für Deutschland. Für uns alle.

Alexander Gauland

Admin - 12:20:19 @ Politik | Kommentar hinzufügen

2020-02-18

Nur schwer zu ertragen: Anne Will

Die Talkshow vom 26.Februar 2020 unter dem Titel „Politik im Krisenmodus – Wer hält das Land noch zusammen?“  reiht sich nahtlos ein in die zur Norm gewordenen typisch einseitigen Propagandasendungen die dazu beitragen, dass das Vertrauen in die Demokratie und den ÖRR immer weiter sinkt.
Auch diesmal war es die Hauptaufgabe der erfahrenen und sicher gut bezahlten “Hoftrompete” Anne Will: über die abwesende größte Oppositionspartei AfD hemmungslos lästern lassen, anstatt diese einzuladen.

Obwohl der Kampfslogan “Wir werden sie mit Argumenten stellen”, mittlerweile vier Jahre alt ist, wurden auch diesmal keine wirklichen Argumente gegen die AfD vorgebracht,  jedoch an Beschimpfungen, Behauptungen und Verdächtigungen hat es wie immer nicht gefehlt. 
Wie man damit Wähler zurückgewinnen möchte, bleibt ein Rätsel.
Sollen doch diese Politiker nicht immer nur AfDler als “Nazis” und “Faschisten” diffamieren, sondern einmal eindeutig sagen, was im Programm der AfD rechts(radikal) ist und wodurch hier die Demokratie bedroht wird!

Eingeladen waren:
- Eine farblose SPD-Vorsitzende Esken, 
- ein orientierungsloser Ex-FDP Bundesminister Baum, 
- eine endlos plappernde Grünen-Vorsitzende Bärbock, 
- ein selbstverliebter Ministerpräsident Söder.
- Di Lorenzo von der “Zeit”, der auch nicht gerade als Konservativer bekannt ist.

Soeder.jpg

Unabhängig vom Inhalt der Diskussion drängten sich mir zunächst drei Fragen auf:
- Warum werden immer nur Redebeiträge von Grünen vom Großteil des Publikums so intensiv beklatscht? 
Bei anderen Talkteilnehmern rührt sich bisweilen keine Hand. 
- Wer vom ARD ist eigentlich für die Ausgewogenheit der Klatschhasen verantwortlich? 
Zweifel sind angebracht, dass diese Zusammensetzung gerecht den verschiedenen politischen Positionen entspricht.
- Warum erstrahlt Frau Will immer wie ein Honigkuchenpferd, wenn Frau Baerbock redet anstatt deren endlosen Redefluss zu stoppen?

Für den Höhepunkt des Abends sorgt Di Lorenzo, der endlich mal die richtige Frage stellt:
Was soll denn mit den Wählern der AFD passieren!? 
Immerhin kam er zu dem Schluss „Wir können doch nicht 25 Prozent der Wähler in den neuen Bundesländern wie nach einer Corona-Erkrankung auf einem Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne stellen“. Danke, so ist es.
Von Söder, Baum oder Baerbock usw. kamen wie seit Jahre die gleichen Antworten: Reden, aufklären…! 
“Ernst nehmen” ist aber die einzige Lösungsvariante, das hieße, die politischen Vorstellungen dieser Menschen aufnehmen, mit ins politische Leben einbeziehen. 
Das aber passiert bis heute nicht.

W.D.

Admin - 11:55:15 @ Politik | Kommentar hinzufügen